midnite dawn- CD [44:22]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
midnite [2:25]
Prosatanus [4:30]
dying [4:10]
Sabine [4:17]
Antigott [4:19]
Sirens [4:52]
unavoidable [5:16]
base [4:25]
momentary [2:05]
dreams [4:05]
dawn [3:33]


Die vierte Veröffentlichung der Band Klang Abstrakt ist die CD midnite dawn, die im September 2002 erschien. Sie beinhaltet 10 Songs. Getreu dem im Namen ausgedrückten Motto setzt Klang Abstrakt aber auf Veränderung und legt mit dem neuen Album midnite dawn wieder ein spannendes Werk vor. Die Musik ist nun weniger depressiv als früher und lädt mehr zum Tanzen ein. Dennoch sind die Stücke auch zum Entspannen und Nachdenken geeignet. Nach wie vor ist die Musik rein elektronisch, mit tanzbaren Beats und Basslines, zum Großteil mit Dianas Vocals ausgefüllt, geschickt arrangiert, ohne überladen zu wirken



Meinungen/Kritiken...



Aus dem Terminal-Choice-Umfeld kommt die Berliner Band Klang Abstrakt. Seit 1998 frönen Diana Leonhardt und Riccardo Zimmermann ihrer Definition von schwarzer Musik. Mit "midnite dawn" legt das Duo bereits sein zweites Album vor. Einige Fans wird man sicher für sich begeistern können. Das steht bereits nach dem ersten Hören fest. Allen Songs gemein ist die dunkle und düstere Grundstimmung. Todessehnsucht umschreibt die Atmosphäre wohl am besten. Schnelle, clubtaugliche Tracks sind deshalb die Ausnahme. "Antigott" gehört in diese Kategorie. Brutale Sequenzer-Klänge bohren sich in die Gehörgänge, während Riccardo sich die Seele aus dem Leib brüllt. Ansonsten geht es ruhiger zu. "Dying" ist dafür ein gutes Beispiel. Ausschließlich aus sphärischen Sounds, Orgelklängen und Sprachsamples besteht das musikalische Gerüst. Darüber schwebt die traurige Stimme von Diana. Hoher Gänsehautfaktor. Das gleiche Ergebnis erreicht das Duo mit "Sabine" und dem formidablen "Dreams". Gäbe es nicht ein paar Ausfälle wie "Sirens" zu beklagen, wäre "midnite dawn" ein wirklich gutes Dark-Electro-Album. So reicht es für höhere Weihen leider noch nicht, was sich aber mit dem nächsten Werk sicher ändern wird.

(Zillo 10/2002)